Warum bekommst du in den Wechseljahren einen Bauch?

Warum du in den Wechseljahren einen Bauch bekommst und was du dagegen tun kannst.

Die meisten Frauen in den Wechseljahren plagt eine Frage:

„Wie  werde  ich  bloß  den  Bauch  wieder  los?“

Die Wechseljahre halten so einiges an Herausforderungen für uns Frauen bereit. Sein es die plötzlichen Schweißausbrüche, die schlaflosen Nächte, die Stimmungsschwankungen oder halt die Gewichtszunahme, insbesondere am Bauch.

In diesem Artikel möchte ich mich auf den Bauch konzentrieren und alle anderen Wechseljahresbeschwerden ausblenden. Es sind zu viele, als dass ich diese in nur einem Beitrag abhandeln möchte. Ich komme aber auf diese zurück, versprochen.

Warum wächst ausgerechnet der Bauch?

Der Mensch produziert ca. 1000 Hormone, von denen etwa 100 Hormone näher bekannt sind. 3 Hormone sind spätestens mit Beginn der Wechseljahre in aller Munde. Östrogen, Progesteron und Testosteron.
Verändert sich der Status dieser drei Hormone, kommt es zu den dir bekannten Wechseljahresbeschwerden. Alle drei Hormone gehören zu den Geschlechtshormonen. Sie steuern die fruchtbare Phase, angefangen von der Empfängnis, über die Einlagerung der Eizelle bis zur Heranreifung des Fötus. Mit den Wechseljahren läutest du das Ende der fruchtbaren Phase ein. Dein Östrogen und dein Progesteronspiegel sinken in zunehmendem Maße ab. Dadurch kommt es zu einem Ungleichgewicht gegenüber Testosteron.

Dieses Ungleichgewicht sorgt für eine Verschiebung der Fetteinlagerung. Sicherlich ist dir schon aufgefallen, dass Männer einen Bauch bekommen, wenn sie an Gewicht zulegen. Anders als wir Frauen, die das Fett an Bauch, Beinen, Popo, Busen, Gesicht und wer weiß noch wo einlagern. Bei Männern ist der Testosteronspiegel lebenslang dominant.
So, jetzt ist Testosteron bei dir aber auch dominant und daher bekommst du Bauch. Die meisten Frauen verlieren das Fett am Popo und an den Beinen aber dafür lagert es sich am Bauch an.

Merke! Wenn Östrogen und Progesteron sinken, gibt es ein Ungleichgewicht gegenüber Testosteron. Ein Testosteronüberschuss sorgt für eine Verschiebung der Fetteinlagerung zu Ungunsten des Bauches.

Wie werde ich den Bauch wieder los?

Eines vorneweg. Du kannst nur einen Bauch bekommen, wenn du mehr Energie über Nahrung aufnimmst, als du verbrauchst. Du nimmst also während der Wechseljahre nicht mehr zu, als vorher. Es verlagert sich nur der Speicherort.

Dazu kommt, dass sich generell der Energiebedarf verändert. Der Stoffwechsel verlangsamt sich, du bewegst dich in der Regel weniger und das Bedürfnis nach Genuss steigt. Eine Frau in der zweiten Lebenshälfte benötigt täglich ca. 400 kcal weniger als eine junge Frau. Wenn du das nicht beachtest, sind das im Jahr fast 150.000 kcal zu viel. In 1 kg Fett stecken 7.000 kcal. Nimmt man den Taschenrechner zu Hilfe sind das im Jahr 20 kg mehr. Wahnsinn!
Das wichtigste ist also die Nahrungsmenge der neuen Situation anzupassen. Lerne, auf deinen Bauch zu hören.
Bevor ich dir ein paar Tipps dazu gebe, wie deine Nahrung jetzt zusammengestellt sein sollte, noch eine schlechte Nachricht. Dein Körper alleine entscheidet, wann er welche Fettdepots auflöst. Eine gezielte Fettreduktion am Bauch ist nicht möglich.

Du kannst aber mit einem gezielten Bauchmuskeltraining die Erscheinungsform des Bauches positiv beeinflussen, bis irgendwann das Bauchfett dran ist.

Was kann ich in den Wechseljahren essen?

Zwei Dinge geben Auskunft über die Wahl der Nahrung. Zum einen der geringere Energiebedarf und zu anderen der zunehmende Verlust an Muskelmasse.

Die nach meiner Meinung beste Ernährungsform ist die der Mittelmeerküche. Hier vereinen sich hochwertige langkettige Kohlehydrate aus diversen Gemüsesorten und Getreide mit viel Eiweiß und hochwertigen pflanzlichen Fetten.
Wichtig ist eine eiweißreiche Ernährung. Hochwertiges Eiweiß findest du in:

  • Mageres Fleisch und Fisch
  • Milch und Molkereiprodukte
  • Eier
  • Hülsenfrüchte
  • Nüsse und Kerne

Auch wenn tierische Eiweiße von deinem Körper besser verarbeitet werden können sollten diese nur selten auf den Teller kommen (2x pro Woche). Pflanzliche Eiweiße und Produkte aus diesen, machen zudem lange satt.
Hochwertige pflanzliche Öle sind zum Beispiel:

  • Rapsöl
  • Olivenöl
  • Hanföl
  • Leinöl
  • Schwarzkümmelöl
  • Walnussöl

2 EL Öl pro Tag sind absolut ausreichend.

Das wichtigste jedoch ist, dass du deinem Bauch vertraust. Lerne intuitiv zu essen, denn dein Körper sagt dir genau was er benötigt. Durch einen guten Umgang mit Gefühlen und Emotionen verhinderst du zudem Heißhunger Attacken. Das kann man lernen.
Auf Alkohol solltest weitgehend verzichten.

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Deine Sabine

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